Sydney – die letzten Tage im Aussie-Land und auf dem Sprung nach Neuseeland

06.05.-17.05.2007
Nun ist es also soweit: unser Pajero hat aller Wahrscheinlichkeit nach einen neuen Besitzer gefunden und unsere Tage in Australien sind gezaehlt. Von Brisbane sind wir zwei Tage lang bis Sydney durchgefahren und haben uns zum letzten Mal in einem Caravanpark eingemietet – die letzten zwei Naechte Camping. Doch erst einmal waren wir damit beschaeftigt, unser Auto vom Tiefenschmutz zu befreien und wieder auf Hochglanz zu bringen. Outback-Staub kriecht einfach in jede Ritze. Auf jeden Fall hat sich die ganze Putzaktion gelohnt, denn unsere Interessenten waren vom Auto begeistert und waren nun die neuen Besitzer. Jetzt mussten wir uns nur noch um eine „feste“ Unterkunft fuer die naechsten Tage bemuehen, denn am naechsten Tag war schon die Autouebergabe und da waren auch noch einige Kleinigkeiten rund um den Verkauf zu regeln. Im Vorfeld haben wir uns schon im Internet mit dem Thema Hostels in Sydney auseinander gesetzt und hatten da schon eins im Auge bei dem wir dann aufgeschlagen sind. Wir hatten Glueck und haben noch ein freies Zimmer bekommen. Im „Kriskindl Guesthouse“ haben wir dann die verbleibende Zeit verbracht, viele nette Menschen kennen gelernt und jeden Tag neben einem tollen Fruehstueck auch noch ein abwechslungsreiches Abendbuffet erhalten – alles inklusive fast wie im Hotel.
Die Autouebergabe fand am spaeten Nachmittag an der Huntleys Point Faehranlegestelle statt und ich kann nicht leugnen, dass ich Traenen in den Augen hatte, als die neuen Besitzer mit UNSEREM Pajero abgefahren sind und ich ein letztes Mal das Brummen des Sportauspuffs gehoert habe :(. Die gute Nachricht war jedoch, dass mit dem Verkauf des Autos unsere Reise noch nicht zu Ende war. Jetzt wollten wir die groesste Stadt Australiens intensiver erkunden als bei unserem ersten Besuch.
Da wir ja von nun an kein eigenes Transportmittel mehr hatten, mussten wir gleich Gebrauch eines der oeffentlichen Verkehrsmittel, der Faehre, machen, die uns zum Circular Quay Faehrhafen bringen sollte. Also hiess es warten und nach einiger Zeit kamen noch Doris, eine nach Australien ausgewanderte Deutsche, und ihre Tochter hinunter zum Kai. Die beiden wollten ebenfalls die Faehre zum Circular Quay nehmen, da die beiden Karten fuer die Oper hatten. Als die Faehre dann mehr als 30 Minuten Verspaetung hatte, wurden wir alle unruhig und Doris, die an diesem Tag Geburtstag hatte, hat kurzerhand ein Taxi bestellt und uns netterweise mitgenommen. Es war mittlerweile schon dunkel, doch die Stadt erstrahlte in hellem Licht. Wir stiegen in die naechste Bahn und fuhren zu unserem Hostel. Ein langer anstrengender Tag war zu Ende.
Am naechsten Morgen haben wir uns von der Bahn, die nur 7 Gehminuten vom Hostel enfernt haelt, in die City bringen lassen und das Buero unserer Fluggesellschaft aufgesucht. Wir haben kurzerhand den Abflugtermin nach Neuseeland von Ende Mai auf den 17. Mai vorverlegen lassen, so dass wir ganze zwei Wochen laenger in Neuseeland verbringen koennen. Wenn doch nur alles so einfach waere... Dennoch hatten wir noch ausreichend Zeit, um uns die touristischen Hotspots Sydneys anzuschauen und auf Souvenierjagd waren wir natuerlich auch. Auf dem Markt im aeltesten Viertel Sydneys, The Rocks, mit vielen Staenden voller handwerklich gefertigter Kostbarkeiten und suessen Leckereien konnte man Stunden verbringen. Die alten und historischen Haeuser ringsherum gaben dem ganzen noch einen speziellen Flair. Mehr Krimskram gibt es auf Paddys Market nahe Chinatown. Dies ist ein riesiger Markt im Erdgeschoss eines grossen Gebaeudes und hier ist alles „made in China“. Neben Imbissstaenden, gab es unzaehlige Staende mit T-Shirts, Souvenir-Klimbim und frischem Obst und Gemuese.
Dem im Stil eines Schlosses erbauten Government House, das inmitten des Botanischen Gartens erbaut wurde, haben wir auch einen Besuch abgestattet. Ein sehr schoenes Gebaeude, das auch heute noch fuer offizielle  Empfaenge und Besuche von der amtierenden Gouverneurin genutzt wird.   
Eine Fuehrung durchs Opernhaus stand natuerlich auch auf dem Plan. Der einstuendige Opernbesuch fuehrte uns durch den grossen beeindruckenden Konzert- und den etwas kleineren Opernsaal sowie in mehrere kleine Saele im Untergeschoss.
Die Bauweise ist einzigartig denn es gibt keine tragenden Saeulen. Fuer den Bau und die Innenausstattung wurden jede Menge Glas (aus Frankreich), Kacheln, Holz und Beton benoetigt. Das fruehe Aufstehen hatte sich gelohnt ;-).
Die katholische Kirche St. Marys am Hyde Park ist ebenfalls sehenswert und beeindruckt mit der aeusseren und inneren Bauweise. Zudem weist ein grosses Schild am Eingang zur Kirche auf das bevorstehende Weltjugendtag-Event naechstes Jahr hin, das wohl noch mehr Besucher als ohnehin in die Stadt lockt.  
An einem schoenen sonnigen Tag haben wir noch einen Spaziergang ueber die Harbour Bridge hinueber nach North Sydney gemacht und noch einmal tolle Aussichten auf die City genossen. Den letzten Abend in Sydney und damit in Australien haben wir in einem indischen Restaurant unweit des Opernhauses bei leckerem Essen verbracht, mmhh... Am naechsten Morgen gings dann zum Flughafen. Da in Sydney Bodennebel herrschte, konnten keine Maschinen landen und abfliegen, sodass wir noch zusaetzliche 3 Stunden warten mussten, bevor wir endlich den Flieger nach Auckland besteigen konnten.