Mount Gambier
27.01.2007Nachdem wir waehrend unserer Zeit in Penola bereits fast woechentlich in Mount Gambier waren, um unsere Einkaeufe zu machen, wollten wir uns am Tag unserer Abreise auch endlich mal die Highlights der Stadt ansehen.
Auf Grund der geologischen Entstehungsgeschichte mit gewaltigen vulkanischen Aktivitaeten finden sich heute in und um Mount Gambier eine Vielzahl von Seen und ein riesiges unterirdisches Hoehlensystem. An manchen Stellen finden sich so genannte Sinkholes, welche man sich als grosse runde Loecher im Bode vorstellen kann. Da diese heute teils mit natuerlicher, teils mit kuenstlich angelegter Vegetation ueberzogen sind, werden sie auch als versunkene Gaerten bezeichnet. Die zwei bekanntesten und zugaenglichen dieser Gaerten in Mount Gambier sind die Garden Cave und das Umpherston Sinkhole. Ersteres ist mitten in der Stadt und bei Regen angeblich sehr schoen, da sich hier das Wasser aus dem Stadtgebiet in Kaskaden ergiesst. Das Umpherston Sinkhole ist nach dem frueheren Landeigner benannt, der hier mit seiner Familie Zerstreuung suchte und Vegetation und Landschaft kultivierte. Zu seiner Zeit konnte man im Sinkhole noch eine Bootsfahrt auf einem kleinen See geniessen, was aber seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts durch den abgesunkenen Grundwasserspiegel nicht mehr moeglich ist. Zuletzt fuhren wir noch zum Blue Lake, der sich suedlich der Stadt befindet. Der See ist im Krater eines erloschenen Vulkans und laesst den Betrachter wissen, welche Jahreszeit gerade ist. In den Wintermonaten ist die Farbe des Sees grau – doch in den Sommermonaten aendert sich diese ploetzlich in ein schier unglaubliches Blau - niemand weiss bisher, wie es zu diesem Farbwechsel kommt. Als wir Mount Gambier hinter uns gelassen hatten, dauerte es weniger als eine Stunde, bis wir die Grenze zu unserem vierten australischen Bundesstaat Victoria ueberschritten und damit die naechste Etappe unserer Reise eingelaeutet hatten.





