Coober Pedy
25.10 - 27.10.2006Mit unvergesslichen Eindruecken vom Uluru haben wir am naechsten Morgen den Uluru-Kata Tjuta Nationalpark verlassen und sind in suedlicher Richtung aufgebrochen. Nach mehreren Stunden Autofahrt und scheinbar endloser Strasse haben wir die Rinderfarm „Arckaringa“ erreicht, wo wir die Nacht verbringen konnten. Auf der 2745 km2 grossen Farm mit ca. 3000 Rindern befindet sich die Painted Desert, eine steinige Wuestenlandschaft mit Weiss, Gelb, Orange, Rot und auch blaeulich eingefaerbten Huegeln, die wie mit einem Pinsel angemalt aussehen. Je nach Sonneneinstrahlung erscheinen die Farben mal kraeftiger oder blasser. Ein wunderschoenes Naturschauspiel. Auf unbefestigter und nur mit Steinen abgezogener Strasse (so wie man sich Strassen in Australien vorstellt) ging es dann 180 km weiter in Richtung Coober Pedy. Die Strasse fuehrte uns durch mehrere weitere Farmen, wobei die Erde jedoch nur aus Steinen besteht und man sich fragt, wo hier Rinder etwas zu fressen finden sollen. Ungefaehr 20 km vor Coober Pedy haben wir den lengendaeren Dog bzw. Dingo Fence passiert. Dieser Zaun ist ca. 5600 km lang, geht durch die Bundesstaaten South Australia, New South Wales und Queensland und soll Dingos von den im Sueden gelegenenen Schaffarmen fern halten. Aus diesem Grund findet man Dingos in Australien auch nur noerdlich des Dingozauns. Einige Kilometer entlang des Dingozauns befinden sich die Breakaways, eine riesige steinige Mondlandschaft, die vor Millionen von Jahren einmal ein See gewesen ist und nur einige kleine und grosse Huegel zurueck gelassen hat, die aehnlich der Painted Desert, in vielen bunten Farben leuchten. Diese Landschaft hat fuer mehrere Filme, wie z.B. Mad Max III, als Kulisse gedient und ist einzigartig mit seinen Formationen.
Nach den Breakaways ging es dann direkt nach Coober Pedy, der Welthauptstadt was den Edelstein Opal betrifft. Begruesst wurden wir schon von riesigen Schutthuegeln, die sich auf den riesigen Opalfeldern aneinanderreihen. Der groesste Teil der Opale wird untertage in labyrinthaehnlichen Hoehlen abgebaut und der Schutt, der dabei anfaellt, an die Oberflaeche befoerdert. Die unzaehligen, teilweise recht ulkig aussehenden Maschinen auf den Opalfeldern zeugen von grossen Mengen Opale, die hier abgebaut werden und die Opalschuerfer bei ihrer Arbeit unterstuetzten.
Die Haelfte der Bevoelkerung in Coober Pedy lebt in Haeusern unter der Erde, die mit Maschinen ausgehoelt wurden und eine konstante Temperatur von 24 Grad Celsius aufweisen, egal welche Temperaturen draussen herrschen. Sogar die Kirchen sind auf diese Weise gebaut. Coober Pedy ist eine uebersichtliche Stadt, mit unzaehligen Opalhaendlern, die ihre Steinchen zum Kauf anbieten. Je nach Farbe, Groesse und Qualitaet der Opale liegt der Preis pro Stueck irgendwo zwischen 5 und 50000 AUS Dollar. Mit der Besichtigung einer alten Mine, in der zu sehen war, wie Anfang des letzten Jahrhunderts geschuerft wurden, gingen zwei schoene Tage in Coober Pedy zu Ende. Unsere naechste Station wird Port Augusta mit den Nahe gelegenen Flinders Ranges sein.












